Gürtelrose und Immunschwäche: Virale Reaktivierung nach Impfung
Dr. med. Petra Wiechel
In dieser Folge von Visite greift Dr. Petra Wiechel eine Zuschauerfrage auf: Eine Zuhörerin aus Darmstadt beobachtet auffällig viele Herpes-Zoster-Erkrankungen (Gürtelrose) im Umfeld nach der großen Impfkampagne. Dr. Wiechel erklärt, dass die Impfung den Lymphozytenstatus vorübergehend um 30 bis 90 Prozent senkt und das Abwehrsystem damit kurzzeitig auf das Niveau eines Kleinkindimmunsystems reduziert. Als Langzeitfolge beschreibt sie eine funktionelle Erschöpfung der natürlichen Killerzellen, die für Tumorabwehr und virale Reaktivierungen zuständig sind. Besonders gefährdet sind ältere Menschen über 70, Diabetiker, Tumorpatienten sowie Personen unter Immunsuppression. Auch Epstein-Barr-Reaktivierungen (Pfeiffersches Drüsenfieber) werden in diesem Zusammenhang beobachtet. Zur Diagnostik empfiehlt Dr. Wiechel einen umfassenden Immunstatus mit Differentialblutbild, Zytokin-Profil und NK-Zell-Aktivitätstest. Therapeutisch bespricht sie Mikroimmuntherapie (2L Zona bei Herpes Zoster, 2L EBV bei Epstein-Barr), Vitamin D, hochdosiertes Vitamin C, L-Lysin, Zink, Curcumin sowie Ozonbehandlungen. Als fünfte Ernährungsregel rät sie, Nahrungsmittelimitate zu meiden – etwa fettfreien Rahmkäse oder Pseudofleisch aus Soja – da diese künstliche Fette und Zusatzstoffe enthalten.




